BTR-Vereinsmeisterschaft

2025


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Spannend war es Anfang August im Rheinbrohler Boulodrom

Der Siegerpokal ging über die Landesgrenze nach Aegidienberg

Zwei Wochen nach der Fußball-Frauen-EM und der Tour de France und zwei Wochen vor dem Start der 1. Bundesliga ging es in der Rheinbrohler Poststraße sehr sportlich zu. Im Lunapark wurden reichlich Boulekugeln geworfen - das traditionelle Vereinsturnier stand an. Boule oder auch Pétanque genannt braucht keine Vorkenntnisse - nur Lust, entspannte Mitspieler und ein paar Kugeln. Und die gutgelaunten Spieler des Bouleclubs freuten sich, ihre Kugeln möglichst nah an der Zielkugel - genannt Schweinchen - zu platzieren, um am Ende vielleicht auf dem Siegertreppchen zu stehen.

Der Wettergott war dieses Jahr auf der Seite der Boulefreunde, Hoch Ines verwöhnte die Sportler mit sonnigem Sommerwetter.

Franz Ströer hatte als erfahrener Turnierleiter den Ablauf des Turniers wie jedes Jahr souverän im Griff. Mittels Auslosung wurde anhand von Spielkarten ermittelt, wer mit wem spielt. Auf den drei Profi-Bahnen kämpften alle fair und hart um Punkte. Die drei Mannschaften spielten zeitgleich die sog. Doublette und Triplette, das heißt zwei Mannschaften mit jeweils zwei Spielern bzw. drei Spielern. Jeder Spieler hat drei bzw. zwei Kugeln, also hat jedes Team sechs Kugeln. Es kann grundsätzlich auf jedem Untergrund gespielt werden, dies stellten alle Spieler unter Beweis.

Nach drei Runden stand die Mittagspause auf dem Programm, bei kleinen Snacks und einem Gläschen köstlicher Bowle nutzten die Boulisten die Zeit, die Bahnen und die Mitspieler zu analysieren und neue Taktiken zu entwickeln.
Wie zu erwarten, wurde auf hohem Niveau gespielt. Nach spannenden fünf Runden auf drei Bahnen, bei denen insgesamt 16 Spielerinnen und Spieler des Rheinbrohler Bouleclubs "Boule Trans Rhenum" (BTR) um den Titel kämpften, war Werner Ernst der glückliche Sieger und wurde als Boulemeister 2025 geehrt.
Richtig spannend wurde es am Ende beim Auszählen: vier Spieler hatten ein Spielverhältnis von 4:1 Siegen, jetzt mussten die Punkte entscheiden.
Und in diesem Jahr war ein Novum zu verzeichnen: Platz zwei teilten sich mit gleicher Punktzahl Vorjahressiegerin Ruth Weyer und Wolfgang Hardt.
Die drei platzierten Spieler freuten sich über die Urkunde sowie über ein 'viereckiges Präsent'.
Der Spieler, der den letzten Platz belegte und somit den Trostpreis verdiente, ist in diesem Jahr Franz Ströer, der ein großes Glas mit köstlichen Gurken mit nach Hause nehmen durfte. Der olympische Gedanke zählt auch beim Boulespiel: dabei sein ist alles!

Fürs leibliche Wohl war nonstop bestens gesorgt. Kuchen, Salate, Brot und Dips standen während der gesamten Zeit zur Stärkung zur Verfügung. Nach dem Turnier wurde das hervorragende hand made Buffet durch leckere Grillsteaks und Würstchen ergänzt. Den Damen und Herren, die für die Leckereien auf dem Buffet verantwortlich waren und dem Grillmeister Tobi sei an dieser Stelle herzlich gedankt, ebenso ein Dankeschön an die Küchenfee Annegret.

Nach der Siegerehrung und dem Abendessen konnten die Bouler nochmals ihr Können unter Beweis stellen. Beim "Garagenspiel", geleitet und moderiert von Dieter Rösgen, setzte sich souverän Sascha Henn durch. Bei diesem Spiel muss jeder Mitspieler die Kugeln nach vorgegebenen Regeln aus acht Metern Entfernung in bewertete "Hauseingänge" werfen. Um die Sache spannend zu machen, wurde die Entfernung nach jeder Runde erhöht.

Noch lange saßen die Boulesportler in lauschiger Sommernacht zusammen und ließen den Tag Revue passieren. Es wurde angemerkt, dass zehn Jahre zuvor in 2015 im neuen Clubhaus das erste Mal Siege gefeiert und auch eine Vereins-Weinkönigin proklamiert wurden. Das nächste sportliche Highlight des Bouleclub 'Boule Trans Rhenum' wird im Oktober stattfinden.

In Kennerkreisen heißt es: "Boule ist das gefühlvolle Werfen von Eisenkugeln über einen Sandplatz. Vor allem aber: französische Lebenskunst pur. Mitmachen kann jeder." In der Poststraße geht es nicht nur um "Eisen werfen", sondern auch um Geselligkeit rund ums Jahr. Für Freunde einer spannenden, stressfreien Unterhaltung unter freiem Himmel ist das Boulespiel eine ideale Freizeitbeschäftigung.

Immer mehr Menschen entdecken das Boule-Spiel für sich - die Ausrüstung ist erschwinglich und gespielt werden kann fast überall. Eine zu Unrecht unterschätzte Sommersportart und weit mehr als Freizeitgeplänkel im Schatten der Bäume - Ruhe, ein Plausch und ein Glas Pastis oder Vin zählen manchmal mehr als der Siegeswille.

Gäste zum Mitspielen oder Reinschnuppern von Nah und Fern sind herzlich willkommen, gespielt wird Mittwochs und Freitags ab 17.00 Uhr, im Netz findet man unter https://www.bouletransrhenum.de/ Informationen und Impressionen zum Rheinbrohler Bouleclub.
Boule ist ein Spiel für die Seele, sagte Papazian, ein südfranzösischer Charmeur, somit eine ideale Beschäftigung, um Stress abzubauen.

(Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet.)